Die Analytische Psychologie nach C.G. Jung
"Die
Wirkung auf die ich hinziele, ist die Hervorbringung eines
Zustandes, in welchem mein Patient anfängt, mit seinem
Wesen zu experimentieren, wo nichts mehr für immer gegeben
und hoffnungslos versteinert ist, eines Zustandes der Flüssigkeit,
der Veränderung und des Werdens."
(C.G.JUNG: GW 16, Rnr.99)
Die Analytische Psychologie wurde von C.G.Jung (1875-1961)
begründet und zählt neben Psychoanalyse und Individualpsychologie
zu den klassischen tiefenpsychologischen Schulen.
Die Analytische Psychologie weiß sich in Theorie und
Praxis einem Menschenbild verpflichtet, das auf Persönlichkeitsentwicklung
und Ganzheit des Menschen angelegt ist. Die von C.G.Jung als
Individuation bezeichnete Dynamik der Reifung und Selbstwerdung
ist tief im menschlichen Wesen verankert, sodass ihr Fehlen
als Mangel, Erstarrung und Selbstentfremdung erlebt wird.
Seelisches Leiden entsteht dort, wo der Prozess der Individuation
behindert oder blockiert ist. In welcher Symptomatik dieses
Leiden sich auch äußern mag, immer drückt
sich in symbolischer Sprache unbewusst Konflikthaftes aus,
das angenommen, verstanden und gelöst werden will.
Der geschützte Raum der Therapie ermöglicht das
Erleben und Verstehen unbewusster Konflikte und ihrer Lösungsversuche
als innerseelische Prozesse in ihrem Bezug zur jeweiligen
Lebensgeschichte und zu allgemein menschlichen Mustern. In
ihm wird Neues, Noch-nicht-Gesehenes, Noch-nicht-Gelebtes
erfahren und als sinnvoll erkannt. Die therapeutische Beziehung,
als eine dialogisch-dialektische Auseinandersetzung zwischen
Analysand/in und Analytiker/in ist dabei Voraussetzung und
auch Gegenstand der gemeinsamen Arbeit. Der Analytiker versteht
sich dabei als Begleiter in einem seelischen Entwicklungs-
und Differenzierungsprozess.
Wesentlicher Bestandteil der therapeutischen Arbeit ist die
Auseinandersetzung mit Träumen und Phantasien; dadurch
wird der Kontakt zu Bereichen des persönlichen und kollektiven
Unbewussten hergestellt. Gestaltende Ausdrucksmöglichkeiten
wie Malen, Zeichnen etc. können als Zugänge zum
Unbewussten den therapeutischen Prozess unterstützen.
Die Therapie findet in der Regel ein bis mehrmals pro Woche,
jeweils 50 Minuten statt.
Analytiker Jung´scher Schule behandeln Kinder, Jugendliche
und Erwachsene bis ins hohe Alter.
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